Ah, jetzt erinnere ich mich auch schon vom Cockpit-Beispiel gehört zu haben. Du hast recht, ein gutes Beispiel von Dislocation von Handeln/Kognition/Kommunikation. Ich habe das jetzt nur nicht Hutchins zugeordnet.
Bei Malcolm Gladewll in "Outliers - The Story of Success" gibt es übrigens ausführliche Beispiele mit wörtlicher Transkription von Tonbandaufnahmen aus dem Voice Recorder, die kritischen Situationen vor dem FLugzeugabsturz analysieren. Extrem eindrucksvoll und emotional berührend, weil es zeigt, dass meistens nicht die Technik das Problem ist, sondern der Umgang (Kommunikation bzw. Handeln) damit.
Ich glaube sogar, dass das Cockpit-Beispiel besser als das von mir zitierte Beispiel zur Videoüberwachung des Wolkenkratzers in Manhattan ist. Warum: Das Hochbeispiel legt nahe, dass unter Dislozierung vor allem die Übermittlung der elektronischen Daten in die Videozentrale gemeint ist - so habe ich es auch in meiner Interpretation dargestellt. Tatsächlich geht es aber nicht um räumliche Nähe oder Ferne, sondern darum, dass Handeln im Netzwerk der menschlichen und nicht-menschlichen Handlungsträger und ihrer Verknüpfungen "aufgeht", nicht lokalisierbar ist, unterbestimmt ist. Es ist für S2, dh. der"Soziologie der Assoziation" nicht evident und von vornherein als gegeben anzusetzen, wer, was, warum und mit welchen Folgen macht.
Ich werde versuchen zu gegebener Zeit darauf nochmal näher einzugehen. Deine Links muss ich mir auch noch zu Gemüte führen.
Ah, jetzt erinnere ich mich auch schon vom Cockpit-Beispiel gehört zu haben. Du hast recht, ein gutes Beispiel von Dislocation von Handeln/Kognition/Kommunikation. Ich habe das jetzt nur nicht Hutchins zugeordnet.
Bei Malcolm Gladewll in "Outliers - The Story of Success" gibt es übrigens ausführliche Beispiele mit wörtlicher Transkription von Tonbandaufnahmen aus dem Voice Recorder, die kritischen Situationen vor dem FLugzeugabsturz analysieren. Extrem eindrucksvoll und emotional berührend, weil es zeigt, dass meistens nicht die Technik das Problem ist, sondern der Umgang (Kommunikation bzw. Handeln) damit.
Ich glaube sogar, dass das Cockpit-Beispiel besser als das von mir zitierte Beispiel zur Videoüberwachung des Wolkenkratzers in Manhattan ist. Warum: Das Hochbeispiel legt nahe, dass unter Dislozierung vor allem die Übermittlung der elektronischen Daten in die Videozentrale gemeint ist - so habe ich es auch in meiner Interpretation dargestellt. Tatsächlich geht es aber nicht um räumliche Nähe oder Ferne, sondern darum, dass Handeln im Netzwerk der menschlichen und nicht-menschlichen Handlungsträger und ihrer Verknüpfungen "aufgeht", nicht lokalisierbar ist, unterbestimmt ist. Es ist für S2, dh. der"Soziologie der Assoziation" nicht evident und von vornherein als gegeben anzusetzen, wer, was, warum und mit welchen Folgen macht.
Ich werde versuchen zu gegebener Zeit darauf nochmal näher einzugehen. Deine Links muss ich mir auch noch zu Gemüte führen.