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Privat-Universitäten in Österreich

In Österreich können seit dem Jahr 1999 Privat-Universitäten gegründet werden. Das diesbezügliche Bundesgesetz über die Akkreditierung von Bildungseinrichtungen als Privatuniversitäten (Universitäts-Akkreditierungsgesetz - UniAkkG), BGBl I Nr. 168/1999, in der Fassung BGBl I Nr. 54/2000 stellt die gesetzliche Basis dar. Es gibt derzeit 11 vom Akkreditierungsrat zugelassene Privat-Universitäten in Österreich. Sie sind relativ klein (insgesamt etwa 3.600 Studierende) und decken verschiedene Spezialgebiete ab. Sie sind allerdings auf dem postgradualen Sektor sehr beliebt und nehmen da eine wichtige Nischenfunktion ein.

Privatuniversität für Traditionelle Chinesische Medizin

Die TCM Privatuniversität Li Shi Zhen wurde am 12. September 2003 als erste europäische universitäre Lehr- und Forschungseinrichtung der Traditionellen Chinesischen Medizin durch den Akkreditierungsrat des österreichischen Wissenschaftsministeriums für 5 Jahre akkreditiert.

Die erste Privatuniversität für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Li Shi Zhen zielt auf eine eigenverantwortliche Entwicklung der Lehre und Forschung in der Traditionellen Chinesischen Medizin und auf eine Integration der Traditionellen Chinesischen Medizin als Partner der Schulmedizin in das europäische Gesundheitssystem ab.

Es gibt drei Campusstandorte (Wien, München und Berlin) und durch eine Anbindung an die Universitäten Peking und Nanking sowie den amerikanischen Dach­verband der TCM Universitäten (CCAOM) sind Auslandssemester in Asien, Australien, den Vereinigten Staaten und Kanada möglich.

Es gibt einen Bachelor in Tuina und Akupunktur, einen Master in Akupunktur, ein Universitätsdiplom für TCM Methodologie und für TCM Gynäkologie sowie einen Lehrgang für Pharmazeuten. Die Kosten liegen bei etwas über 2.000 Euro pro Semester. Über die Anzahl der Studierenden konnte ich nichts erfahren.

Li Shi Zhen (1518-1593, Ming-Dynastie) war ein Meister der traditionellen chinesischen Medizin.  Li war ein echter Forscher, stammte aus einer Ärztefamilie und ergänzte sein theoretisches Wissen durch Reisen in ganz China mit praktischen Feldstudien an abgelegenen Orten. Er befragte die Einheimischen nach lokalen Arzneipflanzen und widmete sein ganzes Leben dem berühmt gewordenen Lebenswerk Ben Cao Gang Mu, ein Buch, dass die größte Arzneimittelsammlung der chinesischen Medizin enthält.

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